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Quelle: Deutsche Wetterdienst
Letzte Aktualisierung 07.12.2021 - 06:41 Uhr
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Ein Wochenende in der Feuerwehr

Vergangenes Wochenende, 11. + 12.09., trafen sich 18 unserer aktiven Feuerwehrkameraden zu einer 24h- Übung im Gerätehaus Schimborn. Vier weitere Helfer aus der Jugendfeuerwehr sowie vier Unterstützer aus der aktiven Mannschaft ergänzten das Team rund um die Großübung.

Nach einer kurzen Begrüßung am Samstagvormittag um 10 Uhr wurden die Feldbetten und Bierzeltgarnituren aufgebaut, um die folgenden 24 Stunden gemeinsam verbringen zu können. Nachdem fast jeder sein Lager bezogen hatte, folgte schon der erste Übungsalarm: Mit unserem LF und dem MZF rückte die Mannschaft in teils unwegsames Gelände in der Nähe der „Muck-Ranch“ aus. Dort fanden die Einsatzkräfte eine in einen tiefen Graben abgerutschte und im Dickicht drapierte Übungspuppe vor, die es zu retten galt. Unter zur-Hilfenahme der Schleifkorbtrage und des Spineboards wurde die Puppe nach Erste-Hilfe-Maßnahmen durch unsere First-Responder aus dem Graben gerettet und anschließend mit Manneskraft über den Feldweg zu den Einsatzfahrzeugen getragen. Dort wurde die „Person“ an den vermeintlichen Rettungswagen übergeben. Zurück auf der Wache wartete schon das Mittagessen, eine köstliche Gulaschsuppe, die zur Stärkung beitrug.

Am Nachmittag stand „Ausbildung“ auf dem Programm. Der „Leiterhebel“ war für einige Kameraden Neuland, sodass das Kennenlernen und Üben dieser Rettungstechnik mit großer Aufmerksamkeit erfolgten. Beim Einbinden des Opfers auf der Trage konnte man manchmal fast die Knoten in den Köpfen sehen…. Aber nachdem der Dreh dann raus war, lief es wie am Schnürchen. Beim Absenken vom Dach war wiederum viel körperliche Kraft gefragt. Doch die Trage mit dem „Patienten“ kam stets sachte und unversehrt am Boden an.

Auf den Ausbildungsteil folgte nach einer kurzen Erholungsphase schon der nächste Übungseinsatz: Verkehrsunfall mit zwei PKW und eingeklemmter Person. Vor Ort zeigte sich ein PKW, der auf einem Stein aufgesetzt hatte, mit zwei Insassen und ein auf die Seite gekippter PKW mit einer eingeklemmten Person im Innenraum. Nach einem anfänglichen kleinen Einsatzdurcheinander wurde kurz darauf die Einsatzstelle unter den Feuerwehrfahrzeugen aufgeteilt, sodass jeweils eine Mannschaft für einen PKW zuständig war. Die jeweiligen Einsatzsanitäter versorgten die Verletzten mit Erstmaßnahmen in den Autos und betreuten die Betroffenen kontinuierlich. Mit Hilfe teils schweren Geräts wie Schere und Spreizer konnten die Verletztendarsteller alle aus den Unfallfahrzeugen gerettet und dem vermeintlichen Rettungsdienst übergeben werden. Nach der Einsatzbesprechung wurden die Unfallfahrzeuge zum weiteren Üben genutzt. Bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging, wurde selbstverständlich wieder Ordnung gemacht und die zerstörten PKW bestmöglich gesichert.

Am Gerätehaus angekommen wartete schon unser Grillanhänger auf seinen Einsatz. Bei Steaks, Würstchen und selbstgemachten Salaten (vielen Dank an dieser Stelle an die Zubereiter) konnten alle neue Kräfte tanken und der sozial-gemeinschaftliche Teil einer solchen Übung konnte bei dem Beisammensein gefördert werden.

Doch vor der wohlverdienten Nachtruhe ertönte ein weiterer Alarm: Personenrettung aus größerer Höhe! Das Szenario zeigte eine bewusstlose Person auf einem Bau- Gerüst, welches durch die äußeren Gegebenheiten nur schwer zugänglich war und bedingt Platz zum Arbeiten bot. Hier konnte das nachmittags erlernte Können gleich unter Beweis gestellt werden, denn der Leiterhebel wurde zur Rettung der Übungspuppe genutzt.

Nach einer mehr oder weniger kurzen Nacht für den jeweils Einzelnen wurden die Kameraden am frühen Sonntagmorgen von einem letzten Alarm für dieses Übungswochenende geweckt. Dieses Mal wurde ein Gebäudebrand mit zwei vermissten Personen gemeldet, denn ein Brandeinsatz darf bei einer solchen Übung natürlich nicht fehlen. Die eingesetzten Atemschutztrupps kämpften sich durch eine völlig vernebelte Wohnung und konnten schließlich nicht nur die Jugendlichen retten, sondern auch das Übungsfeuer löschen.

Zurück am Gerätehaus ließ man sich noch ein gemeinsames Frühstück schmecken, bevor im Anschluss abgebaut und alles wieder sauber gemacht wurde. Nachdem die Einsatzbereitschaft wieder hergestellt worden war, gab es noch eine Abschlussrunde mit durchweg positivem Feedback zu diesem Event.

Vielen Dank an alle Teilnehmer und helfenden Hände im Hintergrund sowie insbesondere an unsere beiden Kommandanten für dieses gelungene Ereignis!

 

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